In diesem Jahr haben sich die ZONTA Clubs Krefeld zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen wieder zusammengetan.

ZONTA says NO – Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Ein Rückblick auf den November 2025 mit den gemeinsamen Aktionen der beiden Krefelder ZONTA Clubs

Von Dickpics bis Deepfakes – Digitale Gewalt gegen Frauen erkennen, benennen, handeln

Zur hybriden Auftaktveranstaltung hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Niederrhein, Dr. Sandra Laumen, in Kooperation mit den beiden Krefelder ZONTA Clubs eingeladen.

Als Referentin konnte Kathi Heffe gewonnen werden, Expertin für digitale Gewalt bei der gemeinnützigen Organisation HateAid. Ihr Vortrag erwies sich als echter Eye-Opener und machte eindrucksvoll deutlich, wie allgegenwärtig digitale Gewalt ist. Zugleich ermutigte sie die Teilnehmenden, sich aktiv und selbstbewusst gegen digitale Übergriffe zur Wehr zu setzen.

Meet the Experts

Der ZONTA Club Krefeld und der ZONTA Club Krefeld am Rhein hatten mit der Gleichstellungsstelle der Hochschule Niederrhein zu einer Expertinnenrunde in das Future Work Lab der Hochschule im Behnisch-Haus eingeladen.

 

Auf dem Podium diskutierten Sandra Laumen, Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Niederrhein, Martina Bergmann, stv. Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Krefeld und Koordinatorin des Krefelder Netzwerk gegen häusliche Gewalt, Melanie Levi, Opferschutzbeauftragte der Polizei Krefeld, Aylin Waaga von der Frauenberatungsstelle, Eva Baum, Fachberatungsstelle häusliche Gewalt des Sozialdienst katholischer Frauen und Simone Römer, frühere Ratsfrau, engagiert im Thema Sicherheit von Frauen. Moderiert wurde die Diskussion von Laura Ihme, leitende Regionalredakteurin der Rheinischen Post Krefeld.

 

2024 verzeichnete die Polizei 671 Fälle von häuslicher Gewalt in Krefeld!

Die fachlich fundierte Diskussion erstreckte sich über ein breites Themenspektrum und setzte bei der vielschichtigen Frage nach den unterschiedlichen Erscheinungsformen von Gewalt an. Thematisiert wurden personale und strukturelle Gewalt ebenso wie psychische, ökonomische, soziale und emotionale Gewalt, Beleidigungen sowie digitale Gewaltformen.

Besondere Besorgnis erregte der sogenannte Backlash – ein neues gesellschaftliches Phänomen, das eine Rückkehr zu männerdominierten Denkmustern markiert.

Zum Abschluss verwies Martina Bergmann auf das Schutzkonzept der Stadt Krefeld, die derzeit die App „Safer Space“ zur Stärkung von Sicherheit und Prävention entwickelt.

Foto Mark Mocnik, RP Krefeld

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