Rundgang zum Internationalen Frauentag

8. März: Internationaler Frauentag

Rundgang mit Mauga

Zum heutigen Internationalen Frauentag sind auf 50 Litfaßsäulen in Krefeld die Konterfeis starker Krefelder Frauen zu sehen , gezeichnet von der Künstlerin Mauga Houba-Hausherr. Wir, die Mitglieder des Zonta Clubs Krefeld am Rhein, hatten am Wochenende die Möglichkeit, die Werke bei einem kleinen Rundgang von Kultursäule zu Kultursäule gemeinsam mit Maura erleben zu können. Ein wunderschöner und inspirierender Nachmittag und eine großartige Kunst-Aktion. Und leider gerade im Augenblick aktueller denn je.

Im Video:

Rundgang mit Mauga

Im Video:

Anja Oberst Halb, Leiterin der Frauenberatungsstelle Krefeld

Weitere Neuigkeiten vom Zonta Club Krefeld am Rhein

Spendenübergabe zum Neuen Jahr​​

Ursula Grotenburg, Anita Zimmermann und Dr. Cornelia Pier
Dr. Cornelia Pier und Friederike Heidenhoff

Spendenübergabe zum Neuen Jahr​

5.000,- Euro für Alleinerziehende Frauen

Von Angelika Wolff

Am 5. Januar 2022 war es soweit: mit großer Freude konnten wir unseren Spendenempfängern den Erlös unseres Weihnachtsbasars in Tüten

offiziell übergeben. 2.500 Euro an das Katholische Forum Krefeld-Viersen für die Etablierung eines regelmäßigen Samstag-Brunchs für alleinerziehende Mütter ab April 2022 und 2.500 Euro an das Frauen-Projekt des Krefelder Vereins „Partnerschaft für Afrika e.V.“. Hier werden Alleinerziehende, die dadurch in Armut, Isolation und Wohnungslosigkeit gefallen sind, darin unterstützt, ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich unabhängiges Leben aufzubauen. Ursula Grotenburg vom Katholischen Forum und Friederike Heidenhoff als Initiatorin des Tansania-Projektes waren glücklich, mit unserer finanziellen Starthilfe Frauen in Not wieder neue Impulse und Hilfen geben zu können.

Wir werden die Aktionen interessiert begleiten und zu gegebener Zeit wieder berichten.

Weitere Neuigkeiten vom Zonta Club Krefeld am Rhein

Dezember 2021 – Weihnachten in Tüten

Weihnachten in Tüten 2021

Auch in diesem Jahr ein voller Erfolg

Von Angelika Wolff

Als wir im Jahr 2020 unseren Basar in Tüten gepackt haben, waren wir eigentlich der Annahme, dass das eine einmalige Aktion sein würde und dass wir 2021 schon wieder ganz klassisch Besucher an unseren Weihnachtsmarkt-Ständen in der alten Weinbrennerei Dujardin würden begrüßen können…

Aber schon im Herbst wurde uns klar: Corona würde uns da wahrscheinlich auch in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung machen. Und so haben wir uns gedacht: was schon einmal so gut angekommen ist, wird sicher auch jetzt wieder funktionieren und haben uns mit vereinten Kräften  ins Zeug gelegt.

Weihnachten in Tüten, die Zweite - Vorarbeiten

Bei Dorothee Gronwald, der Leiterin unseres Weihnachtsbasar-Projekts fing die Arbeit bereits Ende August im eigenen Garten an, bei der Quittenernte. „Ich war froh, all die schönen Früchte so für einen guten Zweck verarbeiten zu können“, sagt sie und stellte daraus allein 70 Gläschen Quittengelee her. Dazu lieferten viele andere unserer Club-Ladys Chutneys und Marmeladen jeder Geschmacksrichtung, mit Fleiß, Gelierzucker und originellen Rezepten voran gingen vor allem unsere Präsidentin Dr. Cornelia Pier und ihre Stellvertreterin Martina Czernia, die zusammen über 350 Konfitüren kochten.                                                                                                                                                   

Im November ging es dann los mit dem Backen und Ausstechen – in jede Tüte sollten ja auch wieder selbstgemachte Plätzchen: Makronen, Nussecken, Zimtsterne, alle nach bewährter Manier gefertigt und liebevoll verpackt.

Gleichzeitig wurden kleine Geschenke gesammelt – und natürlich, wie im vergangenen Jahr, wieder gute, gebrauchte Bücher, so dass wir schließlich tatsächlich wieder 250 Überraschungs-Tüten bestücken konnten. Wie auch 2020 konnten diese Weihnachts-Tüten dann bis zum 26. November hier auf unserer Homepage bestellt und gegen 20 Euro Spende am 1. Adventswochenende in der alten Weinbrennerei Dujardin in Uerdingen abgeholt werden

Der erste Advent – wir sind ausverkauft

2 Vormittage lang hatten wir in der Ausgabehalle Tüten gepackt und alles schön geschmückt. Dann war der Andrang groß. Manche Abholer*innen gingen gleich mit einem ganzen Wäschekorb voller guter Gaben weg : „Ich habe 7 Tüten für meine Mitarbeiter bestellt“, erzählt z.B. Caroline Schleiminger, „ich find’s toll, damit eine gute Sache zu unterstützen – und das ist doch mal ein Weihnachtspräsent mit Nachhaltigkeit!“.

„Wir haben uns riesig gefreut“, sagt Dorothee Gronwald, „dass unsere Aktion wieder so einen großen Anklang gefunden hat. Tatsächlich hatten wir am Ende von unseren 250 Tüten keine mehr über

Caroline Schleiminger kaufte insgesamt sieben Tüten für Ihre Mitarbeiterschaft.

Unser Erlös: 5000,- Euro für alleinerziehende Mütter in Not

Unsere Weihnachtsaktion im Jahr 2021 galt der Hilfe für alleinerziehende Mütter. Und da es zum Konzept von ZONTA gehört, gleichermaßen international wie auch lokal/regional zu wirken, wurden zwei verschiedene Spendenempfänger ausgesucht. Ein Selbsthilfeprojekt für alleinerziehende Mütter in Tansania („Partnerschaft für Afrika e.V.“) und ein vom Katholischen Forum getragenes, neues Unterstützungsangebot im Kreis Krefeld Viersen.

Hilfe hier bei uns – das Brunch-Projekt des Katholischen Forums Krefeld -Viersen

Die jüngste gesamtdeutsche Statistik weist für das Jahr 2020 in der Bundesrepublik 2,09 Millionen alleinerziehender Frauen aus. In Krefeld allein sind es im Jahr 2021 6109 Mütter, die allein mit ihren Kindern leben. Die Zahlen sind hoch – wichtiger aber ist: hinter diesen Zahlen stecken Abertausende Einzelschicksale, bittere und traurige Geschichten von zerfallenen Familien, von Flucht aus häuslicher Gewalt, von zerplatzten Träumen und von Sorge und Not.

Ein großer Teil der in Deutschland alleinerziehenden Mütter lebt in sozialer Armut und ist auf staatliche Hilfe angewiesen. In der Corona Krise ist die Situation in vielen dieser Haushalte noch schwieriger geworden: mit dem Lockdown 2020 und der zu allen anderen Problemen hinzukommenden Anforderung des Homeschooling waren viele überfordert. Das größte Problem: die so verschärfte Dauerbeanspruchung in der Kinderbetreuung, der Mangel an Rückzugsräumen und an zeitlichen Inseln zum Auftanken und Entspannen.

Hier setzt das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Krefeld Viersen (FBS) an mit seinem Projekt: Samstagsbrunch für Getrennt- und Alleinerziehende.  Die betroffenen Frauen sollen einmal das bekommen, was sie sonst nie haben : sich an einen gemachten Tisch setzen, nichts organisieren müssen, sich verwöhnen lassen. Bei diesem Brunch, der mit Hilfe unserer ZONTA-Spendeneinnahmen ab dem April 2022 bis zum Ende des Jahres einmal im Monat stattfinden soll, geht es darum, einen geschützten Raum zu schaffen zum Erzählen, Lachen und Genießen.

Ursula Grotenburg vom FBS erklärt : „Wir sind sehr dankbar, dass ZONTA Krefeld am Rhein unser neues Angebot unterstützt. Mit diesem Brunch wollen wir den Frauen auch helfen, aus der häuslichen Isolation herauszukommen und sich untereinander zu vernetzen. Während sie sich in Ruhe austauschen können, sorgen wir mit pädagogischen Fachkräften vor Ort für die Kinderbetreuung und bieten den mitgebrachten Kleinen drinnen und draußen ein spannendes Programm.“

Hilfe in Afrika – Hilfe zur Selbsthilfe für Alleinerziehende in Tansania

Noch weit dramatischer als in Deutschland ist die Lage alleinerziehender Mütter in Afrika, wo dieser Status gesellschaftlich geächtet wird und es in der Regel überhaupt keine staatlichen Hilfen oder überhaupt Unterstützung gibt. „Hier wollen wir Hilfe geben an ein nachhaltig wirksames Projekt, das wir begutachtet haben und das vor Ort gut funktioniert“, erklärt Dr. Cornelia Pier. „Wir sind froh, in ‚Partnerschaft für Afrika e.V‘, einer Initiative, die hier in Krefeld gestartet wurde, so ein Projekt gefunden zu haben.“.

Hinter diesem Projekt steckt eine Krefelderin, deren Herz seit vielen Jahren für die Frauen in Ostafrika schlägt und die seit 2011 zusammen mit ihrem Mann und anderen Aktiven aus unserer Stadt in Tansania erfolgreich Frauen unterstützt: Friederike Heidenhof. Mit ihrer Organisation gibt sie vor allem alleinerziehenden Müttern dort eine Chance auf ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben – Menschen, deren Schicksal härter ist, als es sich die meisten bei uns hier vorstellen können. Da Frauen in den ländlichen Regionen in Afrika meist ohne Berufsausbildung und Job sind, fallen sie, wenn ihre Partner sie verlassen oder versterben, mit ihren Kindern meist unmittelbar in die Obdachlosigkeit. Manche von ihnen sind HIV-positiv, werden vom Dorf verstoßen und landen dann am Ende ihrer Kräfte im anonymen Elend der größeren Städte.

Hier setzt die Arbeit von „Partnerschaft für Afrika e.V.“ an, der Verein kümmert sich um besondere Härtefälle. „Das fängt an mit sicherer Unterbringung“, erklärt Friederike Heidenhof, „und medizinischer Versorgung und geht über die Ermöglichung von Bildung für die Mütter und ihre Kinder bis hin zum Aufbau einer kleinen, selbstständigen Erwerbstätigkeit, die die Frauen auf lange Sicht befähigen soll, auf eigenen Beinen zu stehen. Mit der Spende aus dem Weihnachtsbasarerlös von ZONTA Krefeld am Rhein können wir jetzt wieder sehr konkret und direkt Frauen helfen. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Und wir sind dankbar, dass uns auch in diesem Jahr wieder so viele Krefelder*innen mit Ihrer Spende unterstützt haben – Ihnen allen ein herzliches Dankeschön von ZONTA Krefeld am Rhein.

Herzliches Dankeschön

an alle Unterstützer der Tütenaktion

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November 2021: Charter-Spenden-Projekt „Wohnung für obdachlose Frauen“

Charter-Spenden-Projekt „Wohnung für obdachlose Frauen“

Erste Besichtigung der ambulanten Einrichtung am 18.11.21

Von Angelika Wolff

Schon beim Eintreten umfängt uns adventliche Atmosphäre im liebevoll gestalteten Gemeinschaftsraum, es duftet nach Gebackenem, die Wohnung ist sehr schön geworden. Jan Vander, der Leiter der Wohnungsnotfallhilfe Krefeld-Viersen, führt uns durch die renovierten Räume: es gibt jetzt eine hübsche kleine Küche, ein Duschbad und zwei separate Toiletten. Von den insgesamt 4 Zimmern für die Frauen sind drei bereits fertig ausgestattet, ein viertes wird gerade noch eingerichtet.

„Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass die Zimmer behaglich sind, damit die Frauen hier ankommen und sich wohl fühlen können“, erklärt Vander bei unserem kleinen Rundgang. „Die hochwertigen Möbel haben wir vom Diakoniewerk Duisburg anfertigen lassen in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung – dank Ihrer großzügigen Spende war es möglich, die Räume mit neuen Sachen auszustatten. Ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Bewohnerinnen. So hat jedes Zimmer ein Bett, einen kleinen Tisch mit Stuhl, einen gemütlichen Sesel und einen geräumigen Schrank mit einem Schließfach für persönliche Dinge. Nach dem Leben auf der Straße ist auch das etwas, was es für die Frauen lange nicht gab: einen eigenen, sicheren, privaten Platz für ihre privaten Dinge. Wir haben also eine schöne Grundausstattung geschaffen, die den Frauen aber auch noch Raum lässt, die Zimmer nach ihrem Geschmack und ihren Bedürfnissen weiter zu gestalten.“

Diese Frau – sie heißt Hanan Omer  – empfängt uns zu unserem großen Erstaunen mit selbst gebackenen Muffins. „Die hab ich heute gemacht“, sagt sie, als sie, zunächst etwas scheu, aus ihrem Zimmer kommt, um uns zu begrüßen. „Ich möchte damit meine Wertschätzung zum Ausdruck bringen, dass Sie mir das hier ermöglicht haben.“ Das sagt sie genau so. Auch eine sehr schöne Karte hat sie dazu geschrieben an alle Spender für dieses Wohnprojekt und „die Frauen von ZONTA am Rhein“, mit Dank, „dass sie nicht nur Frauen der solidarischen Worte sind, sondern auch Frauen der Tat.“.

Die 43-Jährige hatte sich vor 2 ½ Monaten hilfesuchend an die Beratungsstelle für Wohnungslose in Krefeld gewandt, sie hatte keine feste Bleibe, keinen Personalausweis, keinen Job. Ihre Nächte verbrachte die zierliche Frau in der städtischen Notschlafstelle in der Feldstraße, was ihr oft sehr schwer fiel, aber sie hatte keine andere Wahl. Tagsüber fühlte sie sich freundlich aufgenommen im Tagesaufenthalt der Diakonie: „Die Leute da sind uns immer mit Respekt begegnet. Das war sehr wichtig für mich.“

Dort, in der angegliederten Diakonie-Beratungsstelle in der Lutherstraße, wurde dann die Sozialarbeiterin Jana Lennertz auf sie aufmerksam: „Wir waren ja gerade dabei, zu schauen, welche der hilfesuchenden Frauen, für unser neues  Wohnprojekt geeignet sind. Dabei müssen wir auch darauf achten, dass die Bewohnerinnen zusammen passen, damit die WG funktioniert, und eine Dame war ja schon hier. Mit Frau O. hat es dann geklappt.“

Jana Lennertz und ihre Kollegin Katharina Eickholt, arbeiten derzeit 4 – 8 Wochenstunden in der ambulanten Einrichtung und stehen den Bewohnerinnen in allen Belangen zur Seite.

Wir haben uns davon ein erstes Bild machen können. Wir sind in Hanan Omer einer sehr sympathischen, offenen, intelligenten und wortgewandten Frau begegnet, die uns sehr beeindruckt hat.

„Wir leisten Hilfe mit Behördengängen und Papieren, Frau Omer hat z.B. jetzt endlich schon mal einen Übergangsausweis“, erklärt Katharina Eickholt,“ es geht es im Alltag aber auch darum, die Damen wieder in ihren lebenspraktischen Fähigkeiten zu bestärken: eine Wohnung sauber zu halten, mit Bedacht einzukaufen, sich in ein Gemeinschaftsleben einzufügen. Und mit unseren ersten beiden Bewohnerinnen klappt das bislang wirklich gut.“

Wir haben uns davon ein erstes Bild machen können. Wir sind in Hanan Omer einer sehr sympathischen, offenen, intelligenten und wortgewandten Frau begegnet, die uns sehr beeindruckt hat.

„Sie hat auch uns überrascht heute Morgen mit dem Impuls, für Sie backen zu wollen, weil auch Sie  I h n e n  etwas geben wollte. Wir lernen uns ja auch erst so langsam besser kennen.“, sagt Vander, „Auf jeden Fall ist Frau O. ein gutes Beispiel dafür, dass die gängigen Vorstellungen davon, wie Obdachlose sind, Klischees sind, die den Frauen nicht gerecht werden. Dass man es nicht jeder gleich anmerkt, ansieht, und dass auch Frauen mit gutem Bildungshintergrund durch schicksalhafte Umstände in der Wohnungslosigkeit landen können. Und wenn es einmal so weit ist, ist der Weg heraus ohne Hilfe nahezu unmöglich.“  Frau Omer hat diese Hilfe aktiv gesucht. Jetzt wirkt sie sehr lebendig und strahlt große Freude aus über die Chance, die ihr hier gegeben wird.

 

Anita Zimmermann, die Vorsitzende unseres Freundeskreises ZONTA Krefeld am Rhein fasst den Besuch abschließend so zusammen: „Ich bin sehr berührt von dieser Begegnung. Vom spürbaren Engagement der Betreuerinnen hier und davon, wie wir auch von Frau Omer empfangen wurden. Sie hat uns sogar einen Blick in ihr Zimmer werfen lassen und auf die Bücher, die sie gern liest. Wir haben wahrgenommen, dass in diesen Räumen eine Atmosphäre herrscht von Respekt und Vertrauen, das hier etwas wachsen kann. Für ZONTA ein wirklich unterstützenswertes Projekt, wo wir unsere Spendengelder gut eingesetzt sehen.“

Wir werden mit Frau Omer in Kontakt bleiben. Sie hat gesagt, sie möchte uns auch noch Bilder von ihrem Zimmer schicken.

„Ich mag nicht so gern Fotos von mir“, meinte sie „aber ich finde es wichtig, dass die Menschen, wenn sie über dieses Projekt lesen, spüren, das ist eine echte Frau, die wir da kennenlernen. Die gibt es wirklich. Deshalb dürfen Sie auf Ihrer webpage auch ruhig meinen ganzen Namen nennen.  Ich stehe zu dem, was ich bin. Ich freue mich darauf, hier jetzt noch mal neu zu starten, und ich bin Ihnen sehr dankbar.“

Wir sind auch dankbar. Wir haben alle viel gelernt bei diesem Treffen und können auch in Zukunft sicher noch voneinander lernen.

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November 2021: Hilfestellen bei häuslicher Gewalt

Hilfestellen bei häuslicher Gewalt

Orange The World: Frauen für Frauen

Als Zonta Club Krefeld am Rhein möchten wir im Rahmen der weltweiten Aktion Orange The World auch in diesem Jahr über lokale Hilfestellen für Opfer von häuslicher Gewalt informieren:

Frauenberatungsstelle Krefeld (für Mädchen und Frauen ab 14 Jahren) – 02151 80 05 71

Frauenhaus Krefeld (Montag – Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr) – 02151 63 37 23

Kinderschutzbund  (Montag – Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr) – 02151 96 19 20

Telefonseelsorge (24/7) – 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

Nummer gegen Kummer (Kinder- und Jugendtelefon, Montag – Samstag von 14 bis 20 Uhr) – 116 111

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Dezember 2020: Unser Weihnachten in Tüten​

Unser Weihnachtsbasar in Tüten 2020

Ein voller Erfolg

Text, Fotos und Videos: Angelika Wolff

Nach Wochen intensiver Vorbereitung war es ein Moment voller Stolz und Freude, als Cornelia Pier, Präsidentin unsere Clubs und treibende Kraft hinter der ganzen Aktion, um 14.30 Uhr am 1. Advent sagen konnte : „Ein großer Erfolg – alle 250 Tüten sind verkauft! Ganz ehrlich, das hätten wir uns, als wir das Projekt gestartet haben, kaum vorstellen können.“

Dr. Cornelia Pier - die Ruhe vor dem Sturm

250 Weihnachtstüten, gefüllt mit jeder Menge bunter Überraschungen zum Fest und ganz, ganz viel liebevoller Arbeit.

Geplant seit Oktober als kreative Antwort auf Corona

„Wir wollten unseren Basar in diesem Jahr einfach nicht so sang- und klanglos ausfallen lassen“, sagt Dorothee Gronwald, die seit Jahren hauptverantwortlich ist für den clubeigenen Weihnachtsbasar„ und irgendwie sind wir dann auf den ‚Basar in Tüten’ gekommen. Aber so was kann man als Club nur stemmen, wenn man wirklich als Team zusammen arbeitet und alle Spaß daran haben, mit zu machen.“

Die vielbeschäftigte Internistin und Diabetologin hat allein über 80 verschiedene Marmeladen gekocht – insgesamt wurden ja 500 Gläser benötigt! 

Weihnachtsbäckerei, Konfitürenstube, Packstation

Wochenlang haben sich die Frauen vorbereitet

Und so glich die Küche bei vielen der Club-Zontians in den letzten Wochen tatsächlich einer Weihnachtsbäckerei im Dauerbetrieb.

Nicole Schmidt-Wetter, Kirsten Dohnau, Nicole Etschenberg-Klein und Claudia Ellinghoven, Heike Kluge-Podleschny, Ann Katrin Roscheck  und viele andere – alles Frauen, die voll im Berufsleben stehen und Familie haben – haben im Dienst der guten Sache geknetet und gerührt, Plätzchen gebacken und Konfitüren gekocht und abgefüllt und eingetütet – allen voran Präsidentin Cornelia Pier, die unermüdlich für diese Aktion aktiv war.

Andere, wie Martina Czernia, Anita Zimmermann, Kirsten Dohnau, Sandra Franz, Michaela Roosen und Britta Schöffmann haben die über das ganze Jahr für den Basar gesammelten Bücher sortiert, zur Ausgabestelle in Uerdingen gekarrt und dort nach Genres zusammengestellt.

Noch vor dem 1. Advent waren alle Tüten ausverkauft

250 Tüten wurden für den guten Zweck verkauft

Währenddessen lief auf unserer Webpage der Countdown – jeden Tag kamen Bestellungen, sorgsam nach Namen und Genres registriert von Helen Karl, die die logistische Überwachung der Gesamtaktion übernommen hatte.

Und am Donnerstagabend vor dem 1. Advent waren tatsächlich alle Tüten ausverkauft: „
Es tat mir richtig leid, die Meldung auf unsere Seite stellen zu müssen“, sagt Ann-Katrin Roscheck, die Gestalterin dieser Homepage, „wir waren wirklich geflasht von dieser großen Nachfrage.“

Beim Bücher-Packen - Helen Karl und Dorothee Gronwald

Tütenpacken für den guten Zweck

Dujardin stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

Am Freitag vor dem Adventswochenende dann die konzertierte Aktion in der alten Weinbrennerei Dujardin in Uerdingen: Tüten Packen!

Hausherr Matthias Melcher, seit Jahren Partner des ZONTA-Weihnachtsbasars, hatte auch dieses Mal gern seine Lokalität zu Verfügung gestellt: „Ach, 2020 ist ein ganz verrücktes Jahr, da muss man kreativ sein – und ich finde die Basar-Lösung, die ZONTA für dieses Jahr gefunden hat, ganz hervorragend und freu mich, dass wir auch das hier organisieren konnten.“

Besuch von der WDR Lokalzeit

Reporterin Regina Jung ist begeistert

Angelika Wolff, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit im Club, hat das Ganze Schritt für Schritt dokumentiert, kräftig unterstützt von Claudia Ellinghoven, Uschi Brickenkamp und Ann-Katrin Roscheck.
„Unser Presseteam hat großartig zusammengearbeitet“, sagt sie, „alle wichtigen Krefelder Zeitungen haben das Thema aufgegriffen.“ 

Ein besonderes Highlight war zuletzt der Besuch der WDR-Lokalzeit Reporterin Regina Jung. Sie hat beim Packen und Tüten Ausgeben gedreht für einen Beitrag über ZONTA am Montag den 30.11.20 in der WDR Lokalzeit Düsseldorf und zeigte sich auch persönlich sehr angetan vom Engagement des Krefelder Clubs.

WDR-Reporterin Regina Jung dreht beim Packen
ZONTA-Pressefrau Angelika Wolff interviewt ihre Kollegin Regina Jung vom WDR

Glückliche AbholerInnen

Gutes tun Schönes bekommen

Begeistert waren dann auch all die Besteller, als sie sich jetzt am 1. Adventswochenende ihre Tüten holen konnten. Sie kamen einzeln über die zwei Vormittage verteilt, alles lief ruhig und natürlich unter sorgsamer Einhaltung der Corona-AHA-Regeln ab. Die meisten der Abholer gingen gleich mit einem ganzen Bündel Tüten weg – viele hatten sie als Überraschung zum Weiterverschenken gekauft.
Krefelderin Lydia Bastian zum Beispiel hat vier Stück erstanden : „Für meine Tochter“, lächelt sie, „für meine Schwiegertochter, für die Mutter meiner Schwiegertochter – und für mich.“  Und alle, die wir gefragt haben, fanden die Aktion kreativ und originell und waren froh, so auch einen Beitrag zur Unterstützung anderer Frauen leisten zu können. Viele sind durch die aktuellen Zeitungsberichte auf ZONTA erst aufmerksam geworden.
„Was ich gelesen habe über Ihren Club“, sagt zum Beispiel Andrea Ludwig-Küchler, während sie auch vier Tüten in ihr Fahrrad-Körbchen packt, „finde ich super, sehr vielseitig, und das möchte ich gern mittragen.“

Förderprojekte, die ZONTA unterstützt

WenDo, Enpowerment für schwarze Frauen, Aufklärung über sexualisierte Gewalt

Wir als Club bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen, die mit dem Kauf unserer Tüten gleich drei Krefelder Frauen-Projekte unterstützt haben, deren Förderung uns sehr am Herzen liegt.
So wird es jetzt auch im Jahr 2021 in unserer Stadt wieder einen durch ZONTA finanzierten WenDo Kurs geben können. Der nachhaltig wirksame Kurs zur Stärkung von Frauen und Mädchen im Umgang mit Aggression und Gewalt, war in diesem Jahr mit großem Erfolg von der Flüchtlingskoordination in Zusammenarbeit mit der Frauenberatungsstelle Krefeld durchgeführt worden – ermöglicht durch die Spenden vom letzten ZONTA-Weihnachtsbasar.

„Das zweite Förderprojekt ist neu“, erklärt Anita Zimmermann, Leiterin des Service-Ausschusses  ZONTA Krefeld am Rhein, „es ist ein spezielles Enpowerment-Training für schwarze Frauen, eine Schulung zur Reaktion auf rassistische und frauenfeindliche Attacken, denen viele von ihnen im Alltag in vehementer und subtiler Form ausgesetzt sind.“

Und das dritte hiesige Programm, das von den Einnahmen unseres Weihnachtsbasars in Tüten finanziert wird, richtet sich vor allem an junge Mädchen. Ein Präventiv-Kurs zur Aufklärung über Sexualität und sexualisierte Gewalt in den sozialen Medien, initiiert vom Deutschen Kinderschutzbund Krefeld. 

Wir werden darüber an dieser Stelle später noch genauer berichten.

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer

Durch Euch konnten wir dieses Projekt stemmen

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November 2020: Ein Zeichen gegen Gewalt – Orange The World

Ein Zeichen gegen Gewalt - Orange The World

Zonta Says No

Wer in diesen Tagen durch Krefeld geht, stolpert immer wieder über orange angeleuchtete Gebäude: das Rathaus, das Theater, aber auch abseits vom Stadtzentrum liegende Institutionen wie die Elfrather Mühle, die Villa Merländer oder das Bootshaus im Stadtwald machen mit bei der alljährlichen symbolischen Beleuchtungsaktion „Orange the World“. Sie soll ein Licht werfen auf ein Thema, das immer noch zu wenig Beachtung erfährt: die Alltäglichkeit von Gewalt an Frauen und Mädchen.

„Das Orange als Signalfarbe soll aufrütteln, zum Innehalten und Nachdenken einladen“, sagt Dr. Cornelia Pier, Präsidentin des neu gegründeten ZONTA-Clubs Krefeld am Rhein „Wir ZONTA-Frauen unterstützen diese Licht-Events zusammen mit unserm Krefelder Schwesterclub, weil sie zum Ausdruck bringen, was das Ziel unserer gemeinnützigen Arbeit ist: die Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen hier und überall auf der Welt. Und dazu gehört nicht nur die direkte Gewalt in physischer, sexualisierter und emotionaler Form, dazu gehören auch die Verweigerung bürgerlicher Rechte und des Zugangs zu Bildung sowie die Benachteiligung in der Arbeitswelt.“

Um darauf aufmerksam zu machen, haben die Frauen ihres Clubs zum Auftakt der Orange-Aktion am 25. November eine Mahnwache an der Uerdinger Kaimauer gehalten und mit ihrem Slogan „ZONTA says No“ ein sichtbares Zeichen gesetzt. Die WDR Lokalzeit hat noch am selben Abend darüber berichtet.

In Krefeld leuchtet das strahlende Orange noch bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Die warme Farbe steht auch für Hoffnung: die Hoffnung auf eine lichtere, freundlichere Zukunft für Frauen und Mädchen.

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November 2020: Orange The World in Krefeld – Mit Licht gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Orange The World in Krefeld

Mit Licht gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Partnerin umzubringen. Jeden dritten Tag gelingt es.
Alleine 2018 war jede dritte Frau über 18 Jahren von sexualisierter Gewalt betroffen. Gewalt an Mädchen ist hier nicht inbegriffen.
Auch im gleichen Jahr wurden über 140.000 aktenkundige Fälle von Partnerschaftsgewalt gemeldet. Tendenz steigend.

"Zonta Says No" in 63 Ländern

ZONTA International setzt sich seit über 100 Jahren weltweit für die Verbesserung der Stellung der Frau in rechtlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht ein und rückt international die Position von Frauen und Mädchen in den Fokus. Dazu gehören seit 2014 auch die Aktionstage „ZONTA Says No“, die der weltweiten UN-Kampagne „Orange The World“ folgen. In über 63 Ländern beteiligen sich Frauen am Aufruf, auf Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen, und setzen unter anderem am 25. November mit orange-angestrahlten Gebäuden ein Zeichen.

Der Zonta Club Krefeld am Rhein beteiligt sich mit mehreren Aktionen

Zum ersten Mal beteiligt sich in diesem Jahr auch der neugegründete ZONTA Club Krefeld am Rhein an „Orange The World“ und plant gleich mehrere Aktionen Krefeld: Am 25. November werden mit der Dunkelheit der Elfrather Golfclub, die Elfrather Mühle, das Schaufenster des Nachbarschaftsbüros CHEMPUNKT und der Schriftzug auf der Kaimauer „Uerdingen am Rhein / Stadt Krefeld“ gegenüber dem Uerdinger Steiger in Orange erstrahlen. Darüber hinaus werden die Frauen von 17 bis 19 Uhr eine Mahnwache am Steiger halten. 

„Wir freuen uns sehr, dass wir lokale Mitstreiter gefunden haben, die uns helfen, die so wichtige Lobbyarbeit für Frauen und Mädchen in Krefeld, in Deutschland und weltweit durchzuführen“, beschreibt Club-Präsidentin Dr. Cornelia Pier. „Die Elfrather Häuser unterstützen uns auf eigene Initiative und der Chempark hat uns sogar eine Spende von 500 Euro zukommen lassen, um den Steiger in Uerdingen auszuleuchten. Das ist ein tolles Zeichen.“ Mit der Gründung Anfang des Jahres hat sich der ZONTA Club Krefeld am Rhein bewusst auf die Fahne geschrieben, auch unangenehme Themen anzusprechen und gerade rund um Lobbyarbeit zusammenzustehen. Am Uerdinger Steiger werden die Frauen deswegen auch, natürlich coronakonform, über „Orange The World“ Passanten mit Flyern informieren.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Kooperationspartnern und Unterstützern!

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November 2020: Hilfestellen bei häuslicher Gewalt

Hilfestellen bei häuslicher Gewalt

Frauen für Frauen im Lockdown

Der Lockdown ist für uns alle schwierig. Auch wenn es dieses Mal nur die light-Variante ist, stehen wir unter Druck, machen uns Sorgen und sind angespannt. In dieser Zeit dramatisieren sich Situationen, die in den eigenen vier Wänden stattfinden. Du bist Opfer von häuslicher Gewalt? Bitte such dir Hilfe!
In unserer Grafik findest du die bundesweiten Hilfestellen. Wichtig: Beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen findest du Hilfe in allen Sprachen!

Als Zonta Club Krefeld am Rhein möchten wir auch über die lokalen Stellen informieren:

Frauenberatungsstelle Krefeld (für Mädchen und Frauen ab 14 Jahren) – 02151 80 05 71

Frauenhaus Krefeld (Montag – Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr) – 02151 63 37 23

Kinderschutzbund  (Montag – Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr) – 02151 96 19 20

Telefonseelsorge (24/7) – 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

Nummer gegen Kummer (Kinder- und Jugendtelefon, Montag – Samstag von 14 bis 20 Uhr) – 116 111

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April 2020 – Spende für das Krefelder Medi-Mobil

Weil jeder ein Recht auf Versorgung hat

Freundeskreis Zonta Club Krefeld am Rhein spendet für Krefelder Medi-Mobil

Lola hat Zahnschmerzen. Und das schon seit Wochen. Aber für die 45-jährige Krefelderin ist der Schritt undenkbar, eine Praxis aufzusuchen. Die Haare sind ungewaschen, die Kleider verziert von Löchern und das Portmonee gemeinsam mit der Versicherungskarte schon lange irgendwo verschwunden. Lola ist obdachlos. Und trotzdem hat Lola ein Recht auf Versorgung. 

Das Krefelder Medi-Mobil ist Ansprechpartner für Menschen, deren Leben sich schwerpunktmäßig im offenen Raum abspielt. Alle zwei Wochen fahren Ärzte ehrenamtlich im medizinisch-ausgestatteten Bus die Plätze in Krefeld ab, an denen sich besonders viele Wohnungslose aufhalten, um ihnen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen. „Obdachlosigkeit kann viele Gründe haben“, erklärt Ludgar Firneburg als Leiter der Diakonie in Krefeld / Viersen bei seinem Besuch beim Zonta Club Krefeld am Rhein. „Suchtproblematiken, psychische Probleme oder Gewalt in der Familie – wer auf der Straße lebt, hat immer einen Grund.“ Im Medi-Mobil finden diese Menschen ein Gehör: Wunden werden versorgt, Schmerzen unter die Lupe genommen und manchmal sich auch einfach nur Zeit, für ein ermutigendes Gespräch eingeräumt. „Unsere Ärzte sind dabei auf Spenden angewiesen, denn die medizinischen Materialien müssen natürlich angeschafft werden“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Zonta hat sich entschieden, an dieser Stelle zu helfen: Aus dem Erlös des Weihnachtsbasar der guten Taten im vergangenen Jahr spendet der Freundeskreis des Zonta Club Krefeld am Rhein 500 Euro für die Anschaffung von medizinischer Ausstattung.  

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