Januar 2024: Spende für „Ein neues Zuhause für wohnungslose Frauen“

Ein neues Zuhause für wohnungslose Frauen

Weihnachtstüten und eine Spende von € 2000,- für unser ehemaliges Charter-Projekt bei der Diakonie Krefeld & Viersen

von links nach rechts: zwei Bewohnerinnen, Anita Zimmermann, Vorsitzende Freundeskreis ZONTA Krefeld am Rhein e.V., Ludger Firneburg, Leiter der Diakonie, Zontian Dr. Cornelia Pier, Diplom-Pädagogin Nadine Pauser

von ZONTA Krefeld am Rhein e.V. und Weltgewand-t

An einem Vormittag im Dezember wurden zwei Zontians sehr herzlich in der Geschäftsstelle der Diakonie Krefeld & Viersen begrüßt.

Zwei Frauen aus der vom Zonta Club Krefeld am Rhein unterstützten Wohnung für wohnungslose Frauen hatten zusammen mit ihrer Betreuerin, Diplom-Pädagogin Nadine Pauser, zu einer kleinen Weihnachtsfeier eingeladen.

Natürlich brachten wir Geschenke mit: für jede Frau eine unserer ZONTA Weihnachtstüten mit Büchern, Konfitüren, Plätzchen und weihnachtlichen Geschenken. Die Freude war groß! Überraschend offen schilderten die beiden anwesenden Frauen uns ihre Geschichte, wie aus finanzieller Not Depression entsteht, Schulden unüberwindbar erscheinen und manchmal auch Konflikte mit dem Gesetz hinzukommen und wie schnell man dann von Wohnungslosigkeit bedroht ist. 

Beide Frauen hatten das Glück, den Weg zu den Beratungsstellen der Diakonie gefunden zu haben. Sie erhielten dort die Hilfe, die sie dringend benötigten und erst einmal ein Zimmer in der Wohngemeinschaft, die sie sich mit zwei weiteren Frauen teilen.

Heute sind sie glücklich und sehr dankbar. Eine von ihnen wird im Januar in eine eigene Wohnung ziehen und dort wieder ein selbstbestimmtes Leben führen können. Sie hofft, dort mit ihrer Tochter deren 16. Geburtstag feiern zu können. Die andere hat noch ein Operation vor sich und wünscht sich nach Abschluss ihrer Reha-Maßnahmen einen eigene Wohnung in einer grünen Umgebung etwas außerhalb der City.

Die positive Einstellung der Frauen, die ihren Weg wieder gefunden haben, ist beeindruckend. Somit werden die Zimmer bald wieder frei für die Unterstützung weiterer Frauen sein.

Die Diakonie hat inzwischen eine zweite Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohngemeinschaft anmieten können und so kam die zusätzliche Spende sehr gelegen.

Die Modedesignerin Uschi Blersch von Weltgewand-t hatte im Rahmen der Krefelder 650-Jahresfeier in einem Foodtrack selbstgemachte Käsespätzle verkauft und von dem Erlös 300,- Euro für wohnungslose Frauen gespendet. Wir ergänzten diese großartige Aktion durch eine weitere Spende und überreichten insgesamt 2000,- Euro an die Leitung der Diakonie, Ludger Firneburg.

Bei der Diakonie wird alles dafür getan, dass Frauen nicht mehr auf die Straße zurück müssen, und das ist einfach wichtig und wunderbar für jede einzelne Frau.

Modeschöpferin Uschi Blersch mit ZONTA Präsidentin, Dr. Nicole Schmidt-Wetter bei der Käsespätzle-Aktion am 13.Oktober 2023 in Krefeld.

Weitere Neuigkeiten vom Zonta Club Krefeld am Rhein

Dezember 2023: Weihnachtstüten und Kaffeespenden

Weihnachtstüten und Kaffespenden

...mit der privaten Initiative von Ann-Katrin Roscheck

Auch 2023 kamen Frauen des Zonta Club Krefeld am Rhein als Weihnachtsfrauen zur Krefelder Bahnhofsmission.

Wie im letzten überreichten ZONTA Vize-Präsidentin Heike Kluge-Podleschny, Helen Karl und Ursula Brickenkamp  unsere Weihnachtsüberraschungstüten.

Ein wunderbarer Ort für Menschen, die allein oder einsam sind. Man trifft sich zu einer Tasse Kaffee und vielleicht zu einem Gespräch.

Die Verantwortliche für die Bahnhofsmission, Frau Bollmann und der Leiter der Diakonie Krefeld & Viersen, Ludger Firneburg freuten sich über die ZONTA Weihnachtstüten: „Jetzt können wir noch ein paar mehr Geschenke an unsere Besucher*innen verteilen.“

Auch unsere privaten Kaffee-Spenden kamen gut an. Ann-Katrin Roscheck, die unserer gesamtes Grafik-und Webdesign ehrenamtlich ohne Honorar betreut, hatte uns eingeladen, an ihrer jährlichen Kaffee-Spenden-Aktion für die Bahnhofsmission teilzunehmen. Diesem Wunsch kamen wir natürlich sehr gerne nach!

So viele Menschen folgten ihrem Aufruf, so dass mehr als 2000,- Euro zusammen kamen.

Es ist schön auf diese Weise soviel Hilfe und Unterstützung geben zu können.

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Juni 2023: Zonta unterstützt Frauen in Erdbebenregion

Aylin Sözen zu Besuch beim Zonta Club Krefeld am Rhein

Zonta unterstützt Frauen in Erdbebenregion

Zu unserem monatlich stattfindenden Clubmeeting hatten wir im April eine junge Frau eingeladen, die sich für unsere ZONTA-Aktivitäten interessierte. Gerne lernen wir interessierte und interessante junge Frauen kennen, mit denen wir die ZONTA Idee und den ZONTA Spirit teilen möchten. Gerade als noch junger Club sind wie offen für weitere neue Mitglieder, um gemeinsam mit vielen Ideen die Welt für Mädchen und Frauen verbessern zu können.

Aylin Sözen, Krefelderin mit türkischen Wurzeln, war für uns eine interessante Bewerberin. Wir waren gespannt auf ihren Vortrag über ihre Arbeit als Polizeibeamtin mit Auslandseinsätzen, insbesondere im Kosovo, wo es ihre Aufgabe war, kriegsbedingte Verbrechen an Frauen zu dokumentieren.

An diesem Abend sprach sie nur kurz über sich. Ihr aktuelles Thema war das verheerende Erdbeben am 08. Februar 2023 in der Türkei und Syrien, von dem viele in der Türkei lebende Verwandte und Freunde betroffen waren.

Am Tag nach der Katastrophe sammelte sie zusammen mit ihrer Schwester Yasemin Reis und einem weiteren Schwesternpaar Spenden, so viele, dass sie kurz darauf mit den Spendengeldern, Lebensmitteln, Medikamenten, wintertauglichen Zelten, Heizungen, Schlafsäcken zusammen einem befreundeten Arzt nach Hatay fliegen konnte.

Dort, wo noch betroffene türkische Verwandte lebten, half Aylin Sözen sogar selbst mit, die Zelte aufzubauen!

Diese unfaßbar berührende, selbstlose, so notwendige und erfolgreiche Hilfsaktion beeindruckte uns Zontians sehr, dass wir spontan eine Spende von 600,- Euro  für weiter Hilfsgüter zusagten.

Schwesterherzen - Krefeld hilft

Inzwischen haben die vier Frauen mit der Unterstützung von Ehemann und Freunden einen Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit gegründet und sammeln weiterhin Spenden: https://schwesterherzen-krefeldhilft.de

ls Dankeschön wurden wir im Juni zusammen mit anderen Spenderinnen und Spendern von den Vereinsmitgliedern zu einem Sommerfest ins Uerdinger JoJo eingeladen.

Eine herzliche Gastfreundschaft empfing uns dort und bei schönstem Sonnenschein wurden wir mit türkischen Köstlichkeiten verwöhnt.

An diesem Nachmittag hatten wir Gelegenheit, auch die anderen Vereinsmitglieder kennenzulernen und Details von ihren Eindrücken aus der Türkei zu erfragen.

Wir können uns von dem Elend und dem Unglück der Menschen im Erdbebengebiet und den emotionalen Belastungen der Helferinnen und Helfer nur eine annähernde Vorstellung machen‘ sagte die Präsidentin Nicole Schmidt-Wetter und versprach weitere Unterstützung und Zusammenarbeit.

Aus der Türkei erreichten uns Fotos von fünf jungen Mädchen, die stolz ihre neue Kleidung und ihre Schuhe präsentierten, die von unserer Spende ermöglicht wurden:

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April 2023: Spendenübergabe ans SkF

Lernen mit Spaß

5000 Euro für Projekt MamaMia des SkF

Eigentlich war „Weihnachten in Tüten“ nur als kreative Ersatzlösung für den aufgrund der Pandemie abgesagten caritativen Weihnachtsmarkt gedacht. Nun ist die besondere Aktion vom Zonta Club Krefeld am Rhein fast schon zur liebgewonnenen Tradition geworden. Am ersten Wochenende im Dezember verkaufte die Frauengemeinschaft wie auch im vergangenen Jahr wieder mit Hilfe vieler großzügiger Spender prallgefüllte Weihnachtstüten für den guten Zweck in der Weinbrennerei Dujardin. 5000 Euro kamen auf diesem Weg zusammen. Diese sind nun an das Projekt MamaMia vom Sozialdienst katholischer Frauen Krefeld (SkF) für junge werdende Mütter übergeben worden.

Bereits im Dezember begrüßten Anne Schneider und Ulla Erens, beide im Vorstand des SkFs, eine kleine Delegation des Zonta Clubs Krefeld am Rhein in ihren Räumlichkeiten, um den Frauen die wichtige Arbeit vorzustellen. In der Einrichtung MamaMia werden Mütter und auch einzelne Väter mit Säuglingen und Kleinstkindern im Alter von zehn Monaten bis zu zwei Jahren betreut. Hier lernen die jungen Eltern nicht nur den pflegerischen Umgang, sondern auch den wichtigen emotionalen Umgang mit ihrem Baby. „Schon ein Säugling braucht für eine gesunde Entwicklung Aufmerksamkeit, Anregung, Ansprache und vor allem ein Lächeln“, erzählte Schneider. „Einige junge Eltern haben diesen Umgang nicht in ihrer eigenen Familie kennenlernen dürfen. Wenn Eltern durch andauernden Handy- und Fernsehkonsum, durch Alkohol und auch Sorgen emotional abwesend sind, verursacht das tiefe Schäden bei dem Kind.“ Das Projekt arbeitet präventiv und versucht die jungen Eltern bestmöglich zu begleiten. 

Von den Spendengeldern des Zonta Clubs Krefeld am Rhein kaufte die Projektleiterin von MamaMia, Rebecca Pavlic, gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden anregendes, pädagogisches Spielzeug: Auf einem sensomotorischen Bewegungsparcours können Kinder auf unterschiedlichen Materialien krabbeln, sie ertasten, sie anschauen und sogar hineinbeißen. Im Außenbereich wurden Spiegel zur Selbstwahrnehmung und zur Selbstwirksamkeit der Kinder angebracht. Für den Frühling und Sommer sind noch Wasserspiele für draußen vorgesehen.

Für den Zonta Club Krefeld am Rhein war der Besuch ein wichtiges Zeichen „Wir haben nicht nur gesehen, wie die Spenden hier eingesetzt werden, sondern wir sind auch davon überzeugt, dass Mütter und Väter hier gemeinsam mit ihren Kindern lernen, Spaß zu haben“, erklärte Präsidentin Nicole Schmidt-Wetter. „Ohne Spaß kann Lernen nicht stattfinden. Und beides ist für die gesunde Entwicklung eines Kindes unabdingbar.“

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Spendenübergabe zum Neuen Jahr​​

Ursula Grotenburg, Anita Zimmermann und Dr. Cornelia Pier
Dr. Cornelia Pier und Friederike Heidenhoff

Spendenübergabe zum Neuen Jahr​

5.000,- Euro für Alleinerziehende Frauen

Von Angelika Wolff

Am 5. Januar 2022 war es soweit: mit großer Freude konnten wir unseren Spendenempfängern den Erlös unseres Weihnachtsbasars in Tüten

offiziell übergeben. 2.500 Euro an das Katholische Forum Krefeld-Viersen für die Etablierung eines regelmäßigen Samstag-Brunchs für alleinerziehende Mütter ab April 2022 und 2.500 Euro an das Frauen-Projekt des Krefelder Vereins „Partnerschaft für Afrika e.V.“. Hier werden Alleinerziehende, die dadurch in Armut, Isolation und Wohnungslosigkeit gefallen sind, darin unterstützt, ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich unabhängiges Leben aufzubauen. Ursula Grotenburg vom Katholischen Forum und Friederike Heidenhoff als Initiatorin des Tansania-Projektes waren glücklich, mit unserer finanziellen Starthilfe Frauen in Not wieder neue Impulse und Hilfen geben zu können.

Wir werden die Aktionen interessiert begleiten und zu gegebener Zeit wieder berichten.

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November 2021: Charter-Spenden-Projekt „Wohnung für obdachlose Frauen“

Charter-Spenden-Projekt „Wohnung für obdachlose Frauen“

Erste Besichtigung der ambulanten Einrichtung am 18.11.21

Von Angelika Wolff

Schon beim Eintreten umfängt uns adventliche Atmosphäre im liebevoll gestalteten Gemeinschaftsraum, es duftet nach Gebackenem, die Wohnung ist sehr schön geworden. Jan Vander, der Leiter der Wohnungsnotfallhilfe Krefeld-Viersen, führt uns durch die renovierten Räume: es gibt jetzt eine hübsche kleine Küche, ein Duschbad und zwei separate Toiletten. Von den insgesamt 4 Zimmern für die Frauen sind drei bereits fertig ausgestattet, ein viertes wird gerade noch eingerichtet.

„Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass die Zimmer behaglich sind, damit die Frauen hier ankommen und sich wohl fühlen können“, erklärt Vander bei unserem kleinen Rundgang. „Die hochwertigen Möbel haben wir vom Diakoniewerk Duisburg anfertigen lassen in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung – dank Ihrer großzügigen Spende war es möglich, die Räume mit neuen Sachen auszustatten. Ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Bewohnerinnen. So hat jedes Zimmer ein Bett, einen kleinen Tisch mit Stuhl, einen gemütlichen Sesel und einen geräumigen Schrank mit einem Schließfach für persönliche Dinge. Nach dem Leben auf der Straße ist auch das etwas, was es für die Frauen lange nicht gab: einen eigenen, sicheren, privaten Platz für ihre privaten Dinge. Wir haben also eine schöne Grundausstattung geschaffen, die den Frauen aber auch noch Raum lässt, die Zimmer nach ihrem Geschmack und ihren Bedürfnissen weiter zu gestalten.“

Diese Frau – sie heißt Hanan Omer  – empfängt uns zu unserem großen Erstaunen mit selbst gebackenen Muffins. „Die hab ich heute gemacht“, sagt sie, als sie, zunächst etwas scheu, aus ihrem Zimmer kommt, um uns zu begrüßen. „Ich möchte damit meine Wertschätzung zum Ausdruck bringen, dass Sie mir das hier ermöglicht haben.“ Das sagt sie genau so. Auch eine sehr schöne Karte hat sie dazu geschrieben an alle Spender für dieses Wohnprojekt und „die Frauen von ZONTA am Rhein“, mit Dank, „dass sie nicht nur Frauen der solidarischen Worte sind, sondern auch Frauen der Tat.“.

Die 43-Jährige hatte sich vor 2 ½ Monaten hilfesuchend an die Beratungsstelle für Wohnungslose in Krefeld gewandt, sie hatte keine feste Bleibe, keinen Personalausweis, keinen Job. Ihre Nächte verbrachte die zierliche Frau in der städtischen Notschlafstelle in der Feldstraße, was ihr oft sehr schwer fiel, aber sie hatte keine andere Wahl. Tagsüber fühlte sie sich freundlich aufgenommen im Tagesaufenthalt der Diakonie: „Die Leute da sind uns immer mit Respekt begegnet. Das war sehr wichtig für mich.“

Dort, in der angegliederten Diakonie-Beratungsstelle in der Lutherstraße, wurde dann die Sozialarbeiterin Jana Lennertz auf sie aufmerksam: „Wir waren ja gerade dabei, zu schauen, welche der hilfesuchenden Frauen, für unser neues  Wohnprojekt geeignet sind. Dabei müssen wir auch darauf achten, dass die Bewohnerinnen zusammen passen, damit die WG funktioniert, und eine Dame war ja schon hier. Mit Frau O. hat es dann geklappt.“

Jana Lennertz und ihre Kollegin Katharina Eickholt, arbeiten derzeit 4 – 8 Wochenstunden in der ambulanten Einrichtung und stehen den Bewohnerinnen in allen Belangen zur Seite.

Wir haben uns davon ein erstes Bild machen können. Wir sind in Hanan Omer einer sehr sympathischen, offenen, intelligenten und wortgewandten Frau begegnet, die uns sehr beeindruckt hat.

„Wir leisten Hilfe mit Behördengängen und Papieren, Frau Omer hat z.B. jetzt endlich schon mal einen Übergangsausweis“, erklärt Katharina Eickholt,“ es geht es im Alltag aber auch darum, die Damen wieder in ihren lebenspraktischen Fähigkeiten zu bestärken: eine Wohnung sauber zu halten, mit Bedacht einzukaufen, sich in ein Gemeinschaftsleben einzufügen. Und mit unseren ersten beiden Bewohnerinnen klappt das bislang wirklich gut.“

Wir haben uns davon ein erstes Bild machen können. Wir sind in Hanan Omer einer sehr sympathischen, offenen, intelligenten und wortgewandten Frau begegnet, die uns sehr beeindruckt hat.

„Sie hat auch uns überrascht heute Morgen mit dem Impuls, für Sie backen zu wollen, weil auch Sie  I h n e n  etwas geben wollte. Wir lernen uns ja auch erst so langsam besser kennen.“, sagt Vander, „Auf jeden Fall ist Frau O. ein gutes Beispiel dafür, dass die gängigen Vorstellungen davon, wie Obdachlose sind, Klischees sind, die den Frauen nicht gerecht werden. Dass man es nicht jeder gleich anmerkt, ansieht, und dass auch Frauen mit gutem Bildungshintergrund durch schicksalhafte Umstände in der Wohnungslosigkeit landen können. Und wenn es einmal so weit ist, ist der Weg heraus ohne Hilfe nahezu unmöglich.“  Frau Omer hat diese Hilfe aktiv gesucht. Jetzt wirkt sie sehr lebendig und strahlt große Freude aus über die Chance, die ihr hier gegeben wird.

 

Anita Zimmermann, die Vorsitzende unseres Freundeskreises ZONTA Krefeld am Rhein fasst den Besuch abschließend so zusammen: „Ich bin sehr berührt von dieser Begegnung. Vom spürbaren Engagement der Betreuerinnen hier und davon, wie wir auch von Frau Omer empfangen wurden. Sie hat uns sogar einen Blick in ihr Zimmer werfen lassen und auf die Bücher, die sie gern liest. Wir haben wahrgenommen, dass in diesen Räumen eine Atmosphäre herrscht von Respekt und Vertrauen, das hier etwas wachsen kann. Für ZONTA ein wirklich unterstützenswertes Projekt, wo wir unsere Spendengelder gut eingesetzt sehen.“

Wir werden mit Frau Omer in Kontakt bleiben. Sie hat gesagt, sie möchte uns auch noch Bilder von ihrem Zimmer schicken.

„Ich mag nicht so gern Fotos von mir“, meinte sie „aber ich finde es wichtig, dass die Menschen, wenn sie über dieses Projekt lesen, spüren, das ist eine echte Frau, die wir da kennenlernen. Die gibt es wirklich. Deshalb dürfen Sie auf Ihrer webpage auch ruhig meinen ganzen Namen nennen.  Ich stehe zu dem, was ich bin. Ich freue mich darauf, hier jetzt noch mal neu zu starten, und ich bin Ihnen sehr dankbar.“

Wir sind auch dankbar. Wir haben alle viel gelernt bei diesem Treffen und können auch in Zukunft sicher noch voneinander lernen.

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November 2021: Neues Spendenprojekt: Hilfe zur Selbsthilfe für alleinerziehende Mütter in der Region

Hilfe zur Selbsthilfe für alleinerziehende Mütter in der Region

Neues Spendenprojekt

Im Rahmen unserer diesjährigen Aktion Weihnachten in Tüten möchten wir auch in diesem Jahr spezielle Spendenprojekte bedenken. Unser Schwerpunktthema liegt dabei auf der Unterstützung von alleinerziehenden Müttern. Während wir mit der „Partnerschaft für Afrika“ einem Projekt im Ausland helfen, richtet sich das zweite Projekt des katholischen Forum Krefeld-Viersen speziell an alleinerziehende Frauen in der Region.

Der Samstagsbrunch für Getrennt- und Alleinerziehende

Einmal im Monat bietet das Forum einen Samstagsbrunch für Getrennt- und Alleinerziehende an und schafft damit ein niederschwelliges Angebot in einem geschützten Raum. Die Mütter können hier gemeinsam erzählen, lachen, genießen und sich aber auch unter Gleichgesinnten über ihre Ängste, Sorgen und Bedarfe austauschen. Auch pädagogische Begleitung ist vor Ort: Die Frauen haben Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre Erziehungsfragen zu klären oder sich einfach mal Anspannungen von der Seele zu reden. Während die Mütter am gedeckten Tisch verwöhnt werden, stehen für die Kinder Spielemöglichkeiten zur Verfügung. Das Forum wünscht sich, dass die Frauen gemeinsam mit ihren Kindern gestärkt aus dem gemeinsamen Vormittag hervorgehen. 

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November 2021: neues Spendenprojekt: Hilfe zur Selbsthilfe für alleinerziehende Mütter in Afrika

Hilfe zur Selbsthilfe für alleinerziehende Mütter in Afrika

Neues Spendenprojekt

Im Rahmen unserer diesjährigen Aktion Weihnachten in Tüten möchten wir auch in diesem Jahr ein spezielles Spendenprojekt unterstützen. Der Verein Partnerschaft für Afrika mit Sitz in Krefeld unterstützt unter anderem alleinerziehende Frauen durch Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika. Wir fördern außerdem ein unterstützendes Projekt für alleinerziehende Frauen in der Region

Die Problematik:

Alleinerziehend, ohne Berufsausbildung, Job und Einkommen sind betroffene Frauen oft völlig hilflos, meist obdachlos, manche HIV-krank, sie dürfen nicht erben. Sie und ihre Kinder drohen zu verwahrlosen: Kriminalität und Prostitution sind die Konsequenzen, Kinder werden zu Straßenkindern. Ein soziales Netz fehlt vollständig, es gibt kein „Amt“ oder Frauenhaus, wo man Hilfe bekommt.
Für manche ist Flucht eine letzte Option.

Das Projekt:

Das Projekt identifiziert sich mit besonderen Härtefällen und sucht nach Lösungen für Frauen und deren Kinder, die sich in Notsituationen befinden. Der Verein leistet Soforthilfe und bringt Mütter und Kinder sicher unter und sorgt für einen Schulplatz. Waisen bringt der Verein in einem der eigenen Waisenhäuser unter. Die Protagonisten helfen Frauen und deren Kindern als Familie weiterzuleben. Sie finanzieren Lebensunterhalt, medizinische Versorgung und Schulbildung für ihre Kinder und sorgt für eine menschenwürdige Unterbringung. Der Verein stabilisiert die Mütter durch Hilfe zur Selbsthilfe, um sie zu befähigen, ihr Leben selbst zu meistern. Auch Zonta hilft so, alleinerziehende Frauen beim Start in die Selbständigkeit.

Verwendung der Spenden:

Die über diese Aktion eingebrachten Spenden wollen wir für die Finanzierung von kleinen Start-ups für Frauen verwenden – wie zum Beispiel Verkaufsstände für Lebenmittel, Shops für Kleidung, Viehhaltung, Anbau und Verkauf von Obst und Gemüse. Die Frauen erhalten kompetente Anleitung, in Seminaren lernen sie die theoretischen Grundlagen und sind in unseren Selbsthilfegruppen organisiert.

Die Wirkung:

Die Förderung von alleinerziehenden Frauen hat neben dem humanitären Aspekt auch einen langfristigen, nachhaltigen Effekt auf die Gesellschaft. Über die Stabilisierung der Frauen und Kinder in dieser Region tragen wir zur Bekämpfung von Fluchtursachen bei, weil diese Menschen eine Perspektive in ihrem Land haben. „Wir können nicht die Welt retten, aber wir haben bereits eine nachhaltige Infrastruktur geschaffen, die vor Ort einen wirklichen Unterschied macht,“ erklärt Friederike Heidenhof als Initiatorin.  „Das tun außer uns noch andere, so dass aus einzelnen Puzzleteilen ein Gesamtbild entsteht!“

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Dezember 2020: Unser Weihnachten in Tüten​

Unser Weihnachtsbasar in Tüten 2020

Ein voller Erfolg

Text, Fotos und Videos: Angelika Wolff

Nach Wochen intensiver Vorbereitung war es ein Moment voller Stolz und Freude, als Cornelia Pier, Präsidentin unsere Clubs und treibende Kraft hinter der ganzen Aktion, um 14.30 Uhr am 1. Advent sagen konnte : „Ein großer Erfolg – alle 250 Tüten sind verkauft! Ganz ehrlich, das hätten wir uns, als wir das Projekt gestartet haben, kaum vorstellen können.“

Dr. Cornelia Pier - die Ruhe vor dem Sturm

250 Weihnachtstüten, gefüllt mit jeder Menge bunter Überraschungen zum Fest und ganz, ganz viel liebevoller Arbeit.

Geplant seit Oktober als kreative Antwort auf Corona

„Wir wollten unseren Basar in diesem Jahr einfach nicht so sang- und klanglos ausfallen lassen“, sagt Dorothee Gronwald, die seit Jahren hauptverantwortlich ist für den clubeigenen Weihnachtsbasar„ und irgendwie sind wir dann auf den ‚Basar in Tüten’ gekommen. Aber so was kann man als Club nur stemmen, wenn man wirklich als Team zusammen arbeitet und alle Spaß daran haben, mit zu machen.“

Die vielbeschäftigte Internistin und Diabetologin hat allein über 80 verschiedene Marmeladen gekocht – insgesamt wurden ja 500 Gläser benötigt! 

Weihnachtsbäckerei, Konfitürenstube, Packstation

Wochenlang haben sich die Frauen vorbereitet

Und so glich die Küche bei vielen der Club-Zontians in den letzten Wochen tatsächlich einer Weihnachtsbäckerei im Dauerbetrieb.

Nicole Schmidt-Wetter, Kirsten Dohnau, Nicole Etschenberg-Klein und Claudia Ellinghoven, Heike Kluge-Podleschny, Ann Katrin Roscheck  und viele andere – alles Frauen, die voll im Berufsleben stehen und Familie haben – haben im Dienst der guten Sache geknetet und gerührt, Plätzchen gebacken und Konfitüren gekocht und abgefüllt und eingetütet – allen voran Präsidentin Cornelia Pier, die unermüdlich für diese Aktion aktiv war.

Andere, wie Martina Czernia, Anita Zimmermann, Kirsten Dohnau, Sandra Franz, Michaela Roosen und Britta Schöffmann haben die über das ganze Jahr für den Basar gesammelten Bücher sortiert, zur Ausgabestelle in Uerdingen gekarrt und dort nach Genres zusammengestellt.

Noch vor dem 1. Advent waren alle Tüten ausverkauft

250 Tüten wurden für den guten Zweck verkauft

Währenddessen lief auf unserer Webpage der Countdown – jeden Tag kamen Bestellungen, sorgsam nach Namen und Genres registriert von Helen Karl, die die logistische Überwachung der Gesamtaktion übernommen hatte.

Und am Donnerstagabend vor dem 1. Advent waren tatsächlich alle Tüten ausverkauft: „
Es tat mir richtig leid, die Meldung auf unsere Seite stellen zu müssen“, sagt Ann-Katrin Roscheck, die Gestalterin dieser Homepage, „wir waren wirklich geflasht von dieser großen Nachfrage.“

Beim Bücher-Packen - Helen Karl und Dorothee Gronwald

Tütenpacken für den guten Zweck

Dujardin stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

Am Freitag vor dem Adventswochenende dann die konzertierte Aktion in der alten Weinbrennerei Dujardin in Uerdingen: Tüten Packen!

Hausherr Matthias Melcher, seit Jahren Partner des ZONTA-Weihnachtsbasars, hatte auch dieses Mal gern seine Lokalität zu Verfügung gestellt: „Ach, 2020 ist ein ganz verrücktes Jahr, da muss man kreativ sein – und ich finde die Basar-Lösung, die ZONTA für dieses Jahr gefunden hat, ganz hervorragend und freu mich, dass wir auch das hier organisieren konnten.“

Besuch von der WDR Lokalzeit

Reporterin Regina Jung ist begeistert

Angelika Wolff, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit im Club, hat das Ganze Schritt für Schritt dokumentiert, kräftig unterstützt von Claudia Ellinghoven, Uschi Brickenkamp und Ann-Katrin Roscheck.
„Unser Presseteam hat großartig zusammengearbeitet“, sagt sie, „alle wichtigen Krefelder Zeitungen haben das Thema aufgegriffen.“ 

Ein besonderes Highlight war zuletzt der Besuch der WDR-Lokalzeit Reporterin Regina Jung. Sie hat beim Packen und Tüten Ausgeben gedreht für einen Beitrag über ZONTA am Montag den 30.11.20 in der WDR Lokalzeit Düsseldorf und zeigte sich auch persönlich sehr angetan vom Engagement des Krefelder Clubs.

WDR-Reporterin Regina Jung dreht beim Packen
ZONTA-Pressefrau Angelika Wolff interviewt ihre Kollegin Regina Jung vom WDR

Glückliche AbholerInnen

Gutes tun Schönes bekommen

Begeistert waren dann auch all die Besteller, als sie sich jetzt am 1. Adventswochenende ihre Tüten holen konnten. Sie kamen einzeln über die zwei Vormittage verteilt, alles lief ruhig und natürlich unter sorgsamer Einhaltung der Corona-AHA-Regeln ab. Die meisten der Abholer gingen gleich mit einem ganzen Bündel Tüten weg – viele hatten sie als Überraschung zum Weiterverschenken gekauft.
Krefelderin Lydia Bastian zum Beispiel hat vier Stück erstanden : „Für meine Tochter“, lächelt sie, „für meine Schwiegertochter, für die Mutter meiner Schwiegertochter – und für mich.“  Und alle, die wir gefragt haben, fanden die Aktion kreativ und originell und waren froh, so auch einen Beitrag zur Unterstützung anderer Frauen leisten zu können. Viele sind durch die aktuellen Zeitungsberichte auf ZONTA erst aufmerksam geworden.
„Was ich gelesen habe über Ihren Club“, sagt zum Beispiel Andrea Ludwig-Küchler, während sie auch vier Tüten in ihr Fahrrad-Körbchen packt, „finde ich super, sehr vielseitig, und das möchte ich gern mittragen.“

Förderprojekte, die ZONTA unterstützt

WenDo, Enpowerment für schwarze Frauen, Aufklärung über sexualisierte Gewalt

Wir als Club bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen, die mit dem Kauf unserer Tüten gleich drei Krefelder Frauen-Projekte unterstützt haben, deren Förderung uns sehr am Herzen liegt.
So wird es jetzt auch im Jahr 2021 in unserer Stadt wieder einen durch ZONTA finanzierten WenDo Kurs geben können. Der nachhaltig wirksame Kurs zur Stärkung von Frauen und Mädchen im Umgang mit Aggression und Gewalt, war in diesem Jahr mit großem Erfolg von der Flüchtlingskoordination in Zusammenarbeit mit der Frauenberatungsstelle Krefeld durchgeführt worden – ermöglicht durch die Spenden vom letzten ZONTA-Weihnachtsbasar.

„Das zweite Förderprojekt ist neu“, erklärt Anita Zimmermann, Leiterin des Service-Ausschusses  ZONTA Krefeld am Rhein, „es ist ein spezielles Enpowerment-Training für schwarze Frauen, eine Schulung zur Reaktion auf rassistische und frauenfeindliche Attacken, denen viele von ihnen im Alltag in vehementer und subtiler Form ausgesetzt sind.“

Und das dritte hiesige Programm, das von den Einnahmen unseres Weihnachtsbasars in Tüten finanziert wird, richtet sich vor allem an junge Mädchen. Ein Präventiv-Kurs zur Aufklärung über Sexualität und sexualisierte Gewalt in den sozialen Medien, initiiert vom Deutschen Kinderschutzbund Krefeld. 

Wir werden darüber an dieser Stelle später noch genauer berichten.

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer

Durch Euch konnten wir dieses Projekt stemmen

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April 2020 – Spende für das Krefelder Medi-Mobil

Weil jeder ein Recht auf Versorgung hat

Freundeskreis Zonta Club Krefeld am Rhein spendet für Krefelder Medi-Mobil

Lola hat Zahnschmerzen. Und das schon seit Wochen. Aber für die 45-jährige Krefelderin ist der Schritt undenkbar, eine Praxis aufzusuchen. Die Haare sind ungewaschen, die Kleider verziert von Löchern und das Portmonee gemeinsam mit der Versicherungskarte schon lange irgendwo verschwunden. Lola ist obdachlos. Und trotzdem hat Lola ein Recht auf Versorgung. 

Das Krefelder Medi-Mobil ist Ansprechpartner für Menschen, deren Leben sich schwerpunktmäßig im offenen Raum abspielt. Alle zwei Wochen fahren Ärzte ehrenamtlich im medizinisch-ausgestatteten Bus die Plätze in Krefeld ab, an denen sich besonders viele Wohnungslose aufhalten, um ihnen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen. „Obdachlosigkeit kann viele Gründe haben“, erklärt Ludgar Firneburg als Leiter der Diakonie in Krefeld / Viersen bei seinem Besuch beim Zonta Club Krefeld am Rhein. „Suchtproblematiken, psychische Probleme oder Gewalt in der Familie – wer auf der Straße lebt, hat immer einen Grund.“ Im Medi-Mobil finden diese Menschen ein Gehör: Wunden werden versorgt, Schmerzen unter die Lupe genommen und manchmal sich auch einfach nur Zeit, für ein ermutigendes Gespräch eingeräumt. „Unsere Ärzte sind dabei auf Spenden angewiesen, denn die medizinischen Materialien müssen natürlich angeschafft werden“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Zonta hat sich entschieden, an dieser Stelle zu helfen: Aus dem Erlös des Weihnachtsbasar der guten Taten im vergangenen Jahr spendet der Freundeskreis des Zonta Club Krefeld am Rhein 500 Euro für die Anschaffung von medizinischer Ausstattung.  

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